Neuer Vorstand gewählt

Die diesjährige Jahreshauptverammlung mußten wir wegen der Corona-Einschränkungen in das Bürgerhaus Ginsheim verlegen. Außerdem haben wir den Zeitpunkt in den Herbst verschoben und hofften, dass die Lage bis dahin entspannter sei. Das war aber ein Trugschluss.

Dankbar sind wir wie alle anderen Vereine in Ginsheim, dass wir das Bürgerhaus nutzen dürfen. Es ist eine große Hilfe; denn unsere Räume erlauben keine Versammlung in der Größe. Erfreulicherweise waren 35 Mitglieder anwesend, also weit mehr als die Hälfte, die zur Beschlussfassung notwendig ist.

Jahresbericht 2019

Anne Schneider fasste die Aktivitäten des Vereines zusammen. Dazu gehörten die allgemeinen Aktivitäten wie Informations- und Beratungsveranstaltungen zum Thema „Gemeinschaftliches Wohnen“ bei der VHS Marburg, bei der Fachtagung des Kreises Groß-Gerau, bei verschiedenen Terminen im Haus.

Das Engagement für geflüchtete Menschen in Form individueller Unterstützung, z.B. Hausaufgabenhilfe, Hilfe bei Prüfungsvorbereitungen bei Sprachkursen, Schule und Studium, Begleitende Unterstützung von Studium und Berufsausbildung, weiterhin Hilfen bei amtlichen Vorgängen und Arbeitsplatzsuche.

Die Erstellung eines Vereinsflyers

Die Teilnahme am Ginsheimer Weihnachtsmarkt mit Grünkohlangebot und Informationsständen des Repair-Cafés und des „Gartens der Vielfalt“

Der Start des neuen Vereinsprojekts „E-Rikscha“ , die geplante Anschaffung einer elektrisch angetriebenen Rikscha, mit der ältere und bewegungseingeschränkte Menschen von freiwilligen Fahrern zu Spazierfahrten mitgenommen werden, um wieder Freude am Draussensein, am Radeln und einer Auszeit vom Alltag zu gewinnen.

Hausgemeinschaft/Wohngruppe Schillerstr. 2+4

Unter der Überschrift „Zusammenkommen“ wurden vier ausführliche Programme angeboten, mit kulturellen, politischen, unterhaltsamen Veranstaltungen, die größtenteils auch erfolgreich durchgeführt werden konnten.

Im Frühjahr wurde im Außengelände eine Pergola in Eigenregie errichtet und eingeweiht mit einem Nachbarschafts-Hoffest. Die Pergola dient als Begegnungsstätte für BewohnerInnen und Nachbarschaft.

Die Außenanlagen wurden mit einheimischen, insektenfreundlichen Anpflanzungen ökologisch aufgewertet.

Weiterhin gilt die grundsätzliche gegenseitige Unterstützung und Hilfestellung innerhalb der Wohngruppe. Regelmäßige Treffen bei Frühstückstafeln, Geburtstagsfesten, Blauen Stunden, Spielabenden etc. bereichern den Alltag.

Garten der Vielfalt

Die Entwicklung im Gemeinschaftsgartenprojekt ist weiterhin sehr erfreulich. Auch hier erfolgten einheimische, insektenfreundliche Pflanzungen und der Bau einer Vorrichtung zur Herstellung von biologischer Pflanzenholzkohle, um in einem zweiten Schritt Terra Preta herstellen zu können.
Regelmäßige Treffen, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfestellung unter den GärtnerInnen haben sich gut eingespielt. Im Oktober fand ein öffentliches gut besuchtes Erntedankfest mit Produkten der Gärten statt.

Repair-Café

Bei der Jahreshauptversammlung 2019 wurde das neu gegründete Repaircafé Mainspitze als zusätzliche Abteilung in den Verein LebensAlter aufgenommen.
Das Interesse der Öffentlichkeit war von Anfang an groß und die Angebote der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen (Reparaturen im Elektro/Holz/Textilbereich, Hilfestellung bei DIY-Projekten etc,) wurden stark angenommen. Es wurden ein offener Maimarkt und ein Info-Stand auf dem Gustavsburger Burgfest organisiert. Außerdem beteiligte sich das Repaircafé an den inklusiven Ferienspielen mit einem Angebot an behinderte Jugendliche.

Der Jahresbericht schließt mit einem herzlichen Dank an alle aktiven und engagierten Vereinsmitglieder.

Entlastung des Vorstands

Der Kassenwart Klaus Wahl berichtet von einer weitgehend gleichbleibenden stabilen Kassenlage. Die Kassenprüfer Benjamin Guckes und Monika Günther haben die Kasse geprüft und keine Beanstandungen zu verzeichnen. Monika Günther beantragt daher die Entlastung des Vorstands für das Vereinsjahr 2019, was von der Versammlung einstimmig angenommen wird.

Neuwahlen des Vorstands

Dank an langjährigen Vorsitzenden Georg Pape Vor den Neuwahlen dankt Anne Schneider dem bisherigen ersten Vorsitzenden Georg Pape für sein großes Engagement für den Verein. Sie hält fest,

- dass ohne seinen Einsatz seit – von Anfang an als Gründungsmitglied – aber natürlich besonders seit 1. Vorsitzender ab 2012 , der Verein nicht die Anerkennung innerhalb der Stadt Ginsheim-Gustavsburg hätte,

- dass er das Konzept des „Gemeinschaftlichen Wohnens“ wesentlich vorangetrieben und weitergedacht hat,

- dass er mit seiner erfolgreichen Aquirierung von öffentlichen Fördermitteln viele wertvolle Vereinsaktivitäten ermöglicht hat,

- dass er die Vereinsmitglieder immer wieder darauf hingewiesen hat, die spirituellen, menschlichen und politischen Grundlagen nicht zu vergessen und zu hinterfragen, die die Gemeinschaft trägt.

LebensAlter e.V. wird als aktive Gemeinschaft, die sich in das soziale und lokalpolitische Geschehen der Stadt mit einbringt, wahrgenommen und begrüßt. Dies verdient größte Wertschätzung und Dank, verbunden mit dem Wunsch, dass Georg Pape seine Fähigkeiten weiterhin im Verein einbringen wird.
Desgleichen wurde dem langjährigen Beisitzer Georg Wiemeyer für seinen Einsatz in der Vorstandsarbeit herzlich gedankt.

Die Vorstandsneuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:

Es wurden gewählt als

Vorsitzende: Anne Schneider

2. Vorsitzender: Rainer Sponsel

Kassenwart: Klaus Wahl

Schriftführerin: Bergith Heydekamp

Abteilungsvertreterin für das Projekt Wohnen: Doris Bauer

Abteilungsvertreterin für den Garten der Vielfalt: Dorothea Castor

Abteilungsvertreterin für das Repair-Café: Jürgen Schaffner-Möller

Neben dem geschäftsführenden Vorstand wurden noch zwei Beisitzer gewählt

1. Beisitzer: Stefan Tillinger

2. Beisitzer: Heiner Friedrich

Ausblick

Das Jahr 2020 hat in vielerlei Hinsicht eine Stagnation der Vereinsaktivitäten mit sich gebracht. Daher konnten auch viele Planungen nicht angegangen-durchgeführt werden wir gewünscht. Die Corona-Schutzmaßnahmen stehen der Zielsetzung der „Gemeinschaftlichkeit“ leider diametral gegenüber. Neue zumeist technische Methoden müssen noch eingeübt werden.
Wenn sich die Verhältnisse wieder einigermaßen normalisieren, können also noch bereits angedachte Vorhaben wieder verfolgt werden. Konkret geplant sind nun vorerst, dass sich der neue Vorstand zusammenfindet, Schwerpunkte entwickelt und untereinander verteilt. Mithilfe von digitalen Mitteln müssen neue Formen der Kommunikation installiert werden.

In der Presse findet Ihr folgenden Artikel:  Artikel in der Mainspitze


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